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Was mangelndes Selbstbewusstsein bewirkt

Wie hoch ist dein Selbstbewusstsein?

Ich meine damit nicht, im Supermarkt fremde Menschen ansprechen. Oder bei einem Karaoke-Abend zu singen. Dazu brauchst du Mut.

Selbstbewusstsein bedeutet, dich deiner Selbst bewusst zu sein. Den Stärken und Schwächen, die du hast. Deinen Träumen, Wünschen, Bedürfnissen. Vor allem aber deinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen, die du den ganzen Tag tust. An wie viel erlebte Zeit erinnerst du dich seit dem Aufwachen? Was ist alles geschehen? Was hast du in der Zeit alles gedacht, getan, gesagt? Mit wem hast du gesprochen? Wie sahen die Orte aus? Was hast du gegessen? Wie hast du dich gefühlt? DAS ist Selbstbewusstsein.

Erinnerst du dich kaum an deine gelebte Zeit seit dem Aufwachen, bist du dir selbst größtenteils unbewusst. Und das bereitet Probleme. Ich erkläre es dir anhand dem Beispiel Auto fahren lernen. 

Deine erste Fahrstunde war eine Katastrophe. Du musstest dich gefühlt auf Tausend Bewegungen und Dinge gleichzeitig konzentrieren. Kuppeln, Bremse lösen, Gas geben, lenken, den Motor nicht abwürgen und nach Möglichkeit das Auto in der Spur halten. Beherrscht du das Anfahren einigermaßen, brachte dich deine erste Fahrt bei beginnen Regen in der Stadt richtig ins Schwitzen. Denn jetzt kamen noch Bremsen, lenken, Scheibenwischer betätigen, Stress wegen Hupkonzert anderer Autofahrer und Verzweiflung hinzu. Wer sich durch seine Fahrstunden gekämpft und die Prüfung bestanden hat, darf heute selbst Autofahren. Und wie durch ein Wunder steigst du heute ein, fährst los ohne darüber nachzudenken, weil dein Körper jeden Handgriff alleine ausführt.

 

Oder doch nicht?

 

Das große Mysterium heißt Unterbewusstsein.

Es ist dein persönlicher Diener, der dir ganz genau zuhört und Gewohnheits-Regeln für dich anlegt, um in deinen "unbewussten" Zeiten deinen Körper zu steuern. Eigentlich eine coole Sache, weil es dir jede Menge Arbeit abnimmt - inklusive deine Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Temperatur, ... Probleme entstehen, wenn die Gewohnheitsregel von deinen Wünschen und Zielen abweicht. Beispielsweise, wenn du immer die "Falschen" kennen lernst. Oder du beruflich auf keinen grünen Zweig kommst und aufgibst. Du kannst nichts dafür ... naja, fast. Du bist verantwortlich, was bedeutet. Dein Denken und Fühlen, dass du unbewusst zulässt sorgt für Gewohnheiten im Unterbewusstsein. Wenn du dich den ganzen Tag über jemanden ärgerst, zum Beispiel. Oder glaubst, "alles falsch zu machen". Während du mit "nachdenken" und "ärgern" beschäftigt bist, übernimmt das Unterbewusstsein die Kontrolle über deinen Körper und führt die Arbeiten "fehlerhaft" aus, um deinen Befehl "alles falsch zu machen" zu erfüllen.

 

Das klingt zu Beginn wie Verschwörungstheorie. Und dennoch kannst du es jederzeit nachprüfen:

Denke, "ich schaffe das, eine Stunde mein Smartphone zu ignorieren" und dann versuche mal zu scheitern. Ist ziemlich anstrengend.

Dann denke "ich schaffe es niemals, eine Stunde mein Smartphone zu ignorieren" und versuche, erfolg zu haben. Ist ebenfalls ziemlich anstrengend und du gibst mittendrin auf.

Wenn du den Versuch ernsthaft startest, wirst du feststellen, dass ein winzig kleiner Gedanke über dein Durchhaltevermögen und Erfolg bestimmt - in allen Lebenslagen. Was bewirken dann erst die vielen kleinen Gedanken, die du unbewusst den ganzen Tag denkst?

 

Wach auf und werde dir deiner selbst bewusst.

Du hast nur die Macht des bewusst gelebten Augenblickes. 

 

 

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